Der Schlaganfall – eine interdisziplinäre Herausforderung

Pflege- und Therapeutensymposium im Rahmen der 22. ÖGSF-Jahrestagung 2019 am Landeskrankenhaus Innsbruck

Am 17. Jänner fand bereits zum zweiten Mal das Pflege- und Therapeutensymposium im Rahmen der 22. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft (ÖGSF) in Innsbruck am Landeskrankenhaus statt.

Die multiprofessionelle Behandlung des Schlaganfalls zeigt in den letzten Jahrzehnten, Dank großer Fortschritte in Prävention, Therapie, Pflege, Physio- und Ergotherapie sehr deutliche Ergebnisse.

Über 140 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich nahmen an dem Symposium teil. Das breite Interesse aus den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen verdeutlicht die Notwendigkeit eines komplexen intra- und extramuralen Versorgungsnetzes für SchlaganfallpatientInnen.

Geboten wurde beim Symposium ein umfassendes, spannendes als auch unterhaltsames Programm.
Dr. Theresa Geley, vom Land Tirol Abteilung Gesundheitsrecht und Krankenanstalten und Tiroler Gesundheitsfonds, informierte über das Erfolgsprojekt „Schlaganfall Tirol“, das in Österreich wie in Europa einzigartig ist, und eine optimale Versorgungsqualität der Bevölkerung bietet. Das Dauerthema „Frühmobilisation“ wurde durch die Leitung der Neurologischen Therapie Fr. Gudrun Schönherr MSc. wissenschaftlich, und aus verschiedenen Blickwinkeln der Praxis vorgestellt.

Praxisbezogen und höchstprofessionell wurde das äußert komplexe Thema „Therapie neurogener Dysphagien mit und ohne Trachealkanüle“ von Fr. Mariella Katzmayr und Fr. Michaela Eyl, Logopädinnen des Landeskrankenhaus Innsbruck, mit fundierter Expertise, anschaulich und verständlich erklärt.
Ein höchst interessantes Thema stellen die Fortschritte und die neuen Behandlungsmethoden, sowie Ausblicke in die Zukunft dar, welche von Hr. Prof. Dr. Stefan Kiechl (Präsident der ÖGSF) spannend präsentiert wurden.
Beim Symposium wurde auch auf selten auftretende Fälle, wie „Schwangerschaft und Schlaganfall“ durch Hr. Prof. Dr. Johann Willeit (Tagungspräsident) sowie auf den „Juvenilen Schlaganfall“ (Hr. Dr. Lukas Mayer) eingegangen.

In den pflegerischen Beiträgen gaben u.a. Fr. Verena Friedrich, Memory Nurse (Schwerpunktthema Demenz und Delir) einen Einblick in das Memorynetzwerk am Landeskrankenhaus Innsbruck. In einem Pflegeworkshop vermittelte Fr. Beate Steixner-Bartl (Kinästhetiktrainerin) Impulse zur Unterstützung der Bewegung aus Sicht der Kinästhetik.

Großer Dank gilt dem Organisator des Pflege- und Therapeutensymposium, Hrn. Thomas Porpaczy, DGKP, pflegerischer Leiter der Neurologie 1 und Stroke Unit, für die Zusammenstellung eines interessanten und fachlich relevanten Programms und auch die perfekte Organisation des Symposiums.