Pflege-HeldInnen sind nicht nur in Krisenzeiten gefragt

(c) Land Tirol / Clemens Kerber

Viele Tiroler Pflegekräfte befinden sich derzeit im Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Um ihnen den Rücken zu stärken, kann man sich aktuell für drei verschiedene Pflegeausbildungen bewerben. Im Juni starten am AZW die Ausbildungen in der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz – mit einem neuen berufsbegleitenden Ansatz – und im Herbst können Interessierte in den dreijährigen Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an sechs Standorten in Tirol einsteigen. Bewerbungen sind aktuell für alle Sparten möglich. Denn eine Pflegeausbildung sichert die Gesundheitsversorgung und schafft die Basis für eine sichere berufliche Zukunft, auch nach der Krise.

 

Die aktuelle Situation um das Coronavirus zeigt Auswirkungen auf alle Lebensbereichen, viele Menschen spüren diese ganz speziell in ihrem Arbeitsleben. Seit Beginn der notwendig gewordenen Maßnahmen verzeichnet das AMS in Österreich einen nie dagewesenen Anstieg der Arbeitslosenzahlen.  Auch in Tirol sind die Arbeitslosenzahlen hoch. Der Pflegeberuf erweist sich hingegen nicht nur als krisensicher, sondern im wahrsten Sinne des Wortes als lebenswichtig für die Gesellschaft: Österreichweit helfen PflegeexpertInnen jetzt dabei mit, die medizinische und pflegerische Versorgung auch während der Krise zu sichern.

 

PflegeexpertInnen haben sichere Jobchancen, auch nach der Krise

Aber auch über die jetzige Situation hinaus bleibt die Nachfrage nach PflegeheldInnen bestehen. Wer jetzt die Ausbildung antritt, wird nach dem Abschluss am regionalen Arbeitsmarkt in allen Bereichen des Tiroler Gesundheits- und Sozialwesens als gefragtes Fachpersonal mit offenen Armen empfangen werden.

 

Aufgrund der aktuellen Situation hat sich das AZW einen neuen Zugang bei der Ausbildung von PflegefachassistentInnen überlegt. Da das erste Ausbildungsjahr der Pflegeassistenz- und Pflegefachassistenz-Ausbildung deckungsgleich ist, sollen in Zukunft angehende PflegefachassistentInnen ebenfalls nach einem Jahr den Abschluss in der Pflegeassistenz in der Tasche haben und ins Berufsleben starten. Das zweite Ausbildungsjahr wird dann, statt in einem Jahr in Vollzeit, berufsbegleitend in rund 20 Monaten angeboten. AZW-Direktor Walter Draxl: „Mit dieser neuen Ausbildungsvariante gibt es gleich zwei Win-Win-Situationen. Jene Personen, die an sich die Pflegefachassistenz anstreben, bekommen bereits nach einem Jahr den Pflegeassistenz-Abschluss. Mit dieser Berufsbefähigung helfen sie mit, die derzeitigen Bedarfe in den Tiroler Pflegeheimen im Angestelltenverhältnis gut abzudecken. Das zweite Ausbildungsjahr können sie berufsbegleitend mit einem 50-60%igen Beschäftigungsausmaß absolvieren und ihre ArbeitgeberInnen leisten damit einen guten Beitrag für die Personalentwicklung in den Sozial- und Gesundheitsstrukturen“.

 

Der für Gesundheit und Pflege verantwortliche Landesrat Bernhard Tilg meint dazu: „Das AZW bietet mit den Ausbildungen zur Heimhilfe, Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz bis zu 100 Personen ab Juni 2020 die Möglichkeit, eine zukunftsorientierte Ausbildung für den Sozial- und Gesundheitsbereich zu starten. Das neue Konzept bei der Pflegefachassistenz-Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegeassistenz nach einem Jahr“ hilft zudem, offene Stellen in den Pflegeheimen und Sozial- und Gesundheitssprengel leichter zu besetzen. Er appelliert, die Ausbildungsangebote von AZW und fh gesundheit gerade in Krisenzeiten zu nützen. „Gesundheitsberufe haben Zukunft“.

 

Bis Mai hat man zudem die Chance, sich für ein praxisorientiertes Bachelor-Studium in der Pflege an den Standorten Innsbruck, Kufstein, Lienz, Reutte, Schwaz und Zams der fh gesundheit zu bewerben. Je nach Bezirk stehen zwischen 32 und 120 Studienplätze für diesen vielfältigen und sinnstiftenden Beruf zur Verfügung.

 

Weitere Detailinformationen zur Ausbildung und alle Infos zur Anmeldung finden Sie auf www.azw.ac.at und www.fhg-tirol.ac.at