Privatklinik Hochrum gewinnt Visionen-Award 2018

1. Platz VPKA Visionen-Award v.l.n.r. Dr. Peter Gföller, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie; Mag. Martin Witting, LL.M., Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer der Privatklinik Hochrum; Prim. Dr. Josef Macher, Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs; Laura Horvath, MSc, Geschäftsführerin des Verbands der österreichischen Privatkrankenanstalten; Mag. Stefan Günther, Generalsekretär des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs © Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs

Im Rahmen des 2. Kongresses des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs am 9. und 10. Oktober wurde in Schladming erneut der Visionen-Award für innovative und zukunftsweisende Projekte in Privatkliniken vergeben. Als Sieger konnte sich die Tiroler Privatklinik Hochrum mit ihrem Surgical Skills Institute durchsetzen. Platz 2 ging an die Kärntner Privatklinik Maria Hilf für ihre ebody ÄrzteAPP. Den 3. Platz belegte der Vorjahressieger, das Reha Zentrum Münster, für ein Therapiekonzept für Multiple Sklerose PatientInnen.

„Österreichs Privatkliniken haben große Innovationskraft“, freut sich Prim. Dr. Josef Macher, Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs. In den letzten Wochen waren alle Mitgliedskliniken aufgerufen, fortschrittliche und richtungsweisende Projekte und Konzepte einzureichen, die im Zuge der täglichen Arbeit von den verschiedenen Berufsgruppen entwickelt wurden.

„Das Niveau der Einreichungen war in diesem Jahr besonders hoch“, berichtet Macher. Von MitarbeiterInnen-orientierten Projekten über neuartige Therapie- und Pflegekonzepte bis hin zur Entwicklung evidenzbasierter Studien habe die Jury des Awards die unterschiedlichsten Einreichungen erhalten. „Die erstklassige Qualität, die die Privatkrankenanstalten Österreichs auszeichnet, wird maßgeblich durch laufende Weiterentwicklung und technischen Fortschritt beeinflusst – allen voran jedoch durch die Initiative und das Know-how unserer MitarbeiterInnen. Deshalb freuen wir uns durch den Award diese Visionäre entsprechend zu honorieren“, so Macher.

Zwei Tiroler und ein Kärntner Betrieb als Preisträger

Den Sieg holte die Privatklinik Hochrum, die ihr Surgical Skills Institute (SI) in Kooperation mit der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT/Hall in Tirol) und der SurgicalSkillsInstitute GmbH realisierte. Die Ausbildungs-, Forschungs- und Trainingseinrichtung, die unter der Regie von Leiter Dr. Christian Fink und Mag. Martin Witting, Geschäftsführer der Privatklinik Hochrum, entstand, soll vor allem für Fortbildungen für das OP-Personal, die Erprobung neuer Implantate oder Instrumentarien sowie Forschungsprojekte genutzt werden. Auch Videoübertragung zwischen OP, Labor und Vortragssälen steht hier zur Verfügung.

„Wir haben den Preis im letzten Jahr ins Leben gerufen, um zukunftsweisende Projekte vor den Vorhang zu holen, die auch als Best Practice dienen sollen“, erklärt die Geschäftsführerin des Verbandes, Laura Horvath, MSc. „Das SI bietet Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten auf höchstem Niveau. Die MitarbeiterInnen sind die stärkste Ressource jeder Klinik. Hier wurde ein Projekt umgesetzt, von dessen Output letztlich die PatientInnen profitieren – und das hoffentlich zur Nachahmung inspiriert.“

Die so genannte ebody ÄrzteAPP brachte der Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt den zweiten Platz ein. Die Grundidee Dr. Georg Lajtais und DI Werner Hörners hinter der Entwicklung der App war der Wunsch, den behandelnden ÄrztInnen die medizinischen Parameter ihrer PatientInnen ortsungebunden, datensicher und ständig verfügbar zu machen. So behalten die ÄrztInnen nicht nur den Überblick über Behandlungstermine, sondern haben auch Zugriff auf Aufenthaltsdaten, Befunde und Diagnosen, Pflegeberichte und andere wichtige Details. „Gute Medizin ist gute Kommunikation. Hier ist die Kommunikation optimal als digitales Werkzeug in den Versorgungsprozess eingebunden“, spricht das Jurymitglied Dr. Markus Müschenich, MPH, Geschäftsführer von Flying Health sowie Gründungsmitglied und Vorstand des Bundesverbands Internetmedizin in Deutschland, seine Anerkennung für den Zweitplatzierten aus.

Der dritte Platz ging an die Vorjahressieger Prim. Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis und Dr. Rainer Ehling vom Reha Zentrum Münster. Sie entwarfen ein therapeutisches Konzept, das durch Erlernen einer Fremdsprache die Therapie bei Multiple Sklerose-PatientInnen unterstützt. „Meine Wertschätzung begründet sich nicht nur in der Idee, ihrer Umsetzung und dem wissenschaftlichen Hintergrund. Vor allem ist bei dieser Einreichung die Vision hervorzuheben, schwer kranken PatientInnen einen Mehrwert der Therapie zu bieten, der das Selbstwertgefühlt zweifellos steigert“, lobt Müschenich. In einem Folgeprojekt soll das Lernkonzept in den Alltag des Reha-Zentrums implementiert werden.

Über den Verband
Der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs ist seit 1953 die Interessensvertretung für Rechtsträger privater Krankenanstalten und verfügt über eine eigene Kollektivvertragsfähigkeit. Er repräsentiert eine der tragenden Säulen des österreichischen Gesundheitswesens.

Nähere Informationen unter www.privatkrankenanstalten.at