Schließung von Pflegebetten in Altersheimen aufgrund von Pflegekräftemangel

Lebensqualität in Wohn- und Pflegeheimen

Mit Freude starten die AbsolventInnen der Fach-Sozialbetreuung Altenarbeit mit Pflegeassistenz 2017/18 in die verschiedenen Berufsfelder für Menschen im Alter. Fotonachweis: SOB TIROL

Themen, die derzeit überall und sehr emotional diskutiert werden.

An der Schule für Soziabelbetreuungsberufe legen ca. 80 Ausbildungsteilnehmerinnen/Ausbildungsteilnehmer jährlich die Prüfung zur Pflegeassistenz vor der Fachprüfung „Fach-Sozialbetreuung“ ab.

Die Klasse 4A (4. Semester Altenarbeit) hat am 5. Juli 2018 den Abschluss „Fach-Sozialbetreuung mit Pflegeassistenz“ gefeiert

Im Rahmen der Abschlussfeier der Fachsozialbetreuerinnen/Fachsozialbetreuer Altenarbeit mit inkludierter Pflegeassistenz präsentierte Katharina Fahrner, Klassensprecherin, die Ausbildung.

„Eine professionelle Ausbildung ist wichtig, damit eine ganzheitliche Betreuung von alten Menschen möglich wird“, so Katharina Fahrner. Sie hat sich, wie weitere achtzehn Kolleginnen/Kollegen, auf eine Ausbildung im Altenbereich eingelassen, die den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit in den Mittelpunkt stellt. Im Pflege- und Betreuungsalltag mit alten Menschen bedeutet dies, dass neben der körperlichen Pflege individuelle Angebote für ein psychisches und spirituelles Wohlbefinden gemacht werden. Methoden in der Biografiearbeit, im Kreativbereich und im hauswirtschaftlichen Bereich haben das Ziel, sinnstiftende Tätigkeiten zu ermöglichen. Unterrichtsfächer wie Lebens- Sterbe-, Trauerbegleitung, Spiritualität und Ethik sind Grundlagen dafür, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und umzusetzen.

Vier AusbildungsteilnehmerInnen erklärten anhand konkreter Beispiele aus Ihren Praktika, wie wichtig theoretisch fundiertes Wissen für das Handeln ist, dass es viel Kreativität braucht, um individuell auf Bedürfnisse und Gefühle der alten Menschen eingehen zu können. Ein kurzes Bespiel: eine Dame hatte im Aufzug Angst. Die Ausbildungsteilnehmerin wusste aus der Biografie der Dame, dass Sie gerne tanzt. Woraufhin sie mit dieser Dame in den Aufzug getanzt ist und erst beim Aussteigen damit aufgehört hat. Dies war eine Möglichkeit, die Fahrt mit dem Aufzug angst- und stressfrei zu gestalten.

Weiters wurde aufgezeigt, dass psychosoziale Arbeit Zeit braucht, aber Pflegepersonen dadurch auch entlastet werden, weil herausforderndem Verhalten entgegengewirkt werden kann. Ein kurzes Beispiel: nach der psychosozialen Gruppenarbeit hat eine Heimbewohnerin, die sonst der Nachtschwester sehr häufig geläutet hat, nicht geläutet, und sie hat auch nicht laut gerufen, was sonst oft der Fall war.

Christian Schneller, Geschäftsführer GemNova Pflegemanagement GmbH Bereichsverantwortung Pflege, betonte in seinem Vortrag, wie wichtig neben der Pflege auch die psychosoziale Betreuung in den Tiroler Wohn- und Pflegeheimen ist. Aus diesem Grunde wurden in der „Tagsatzkalkulation neu“ zusätzliche Stellen in diesem Bereich kalkuliert.

Wir werden gebraucht

Die Einsatzmöglichkeiten der Sozialbetreuer/innen Altenarbeit sind vielfältig und Stellen in ganz Tirol vorhanden. „Schon während der Ausbildungspraktika in Alten-und Pflegeheimen, Sozial- und Gesundheitssprengeln, der Tagespflege/ Tagesbetreuungseinrichtungen, Betreutes Wohnen und in Krankenhäusern erhalten wir Anstellungsangebote. Es ist ein wirklich gutes Gefühl, so gebraucht zu werden“, so Katharina Fahrner, Klassensprecherin der 4A in der SOB Tirol.

 

Weitere Informationen unter www.sob-tirol.tsn.at.